Zinsbesteuerung bei Festgeldanlagen

Grundsätzlich unterliegen Einkünfte, die natürliche Personen aus der Anlage von Kapitalvermögen beziehen, der Besteuerung, sodass auch Zinserträge aus der Anlage auf Festgeldkonten versteuert werden müssen.

Die Zinsabschlagsteuer beträgt zur Zeit 30% zuzüglich des Solidaritätszuschlages in Höhe von 5,5%. Die Zinsbesteuerung erfolgt zu dem Zeitpunkt, an dem die Zinsen dem Anleger zufließen. Bei einem Festgeldkonto ist das am Ende der vertraglich vereinbarten Laufzeit.

Beträgt die Laufzeit der Festgeldanlage mehr als ein Jahr, werden die Zinserträge thesauriert, d.h. nicht ausgezahlt, sondern dem Anlagebetrag gutgeschrieben und bis zur Fälligkeit der Geldanlage angelegt. Die Besteuerung der Zinserträge erfolgt dann erst, wenn die Vertragslaufzeit des Festgeldkontos abgelaufen ist.

Der Anleger hat die Möglichkeit den Abzug der Zinsabschlagssteuer zu verhindern und so eine Minderung des Zinsertrages zu vermeiden. Hierfür muss der kontoführenden Bank rechtzeitig vor Auszahlung des Zinsertrages ein Freistellungsauftrag in ausreichender Höhe vorgelegt werden. Durch den Freibetrag, der auf mehrere Kreditinstitute aufgeteilt werden kann, können ledige Zinserträge in Höhe von derzeit 801 € und verheiratete Zinserträge in Höhe von 1.602 € pro Jahr steuerfrei einbehalten.

Lediglich Zinserträge, die diese Grenzen übersteigen, müssen entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen besteuert werden.

Mit Einführung der Abgeltungssteuer ab 2009 verringert sich der Steuersatz für Zinserträge und beträgt 25% zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Freistellungsaufträge können nach wie verwendet werden.

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