Festgelder mit langen Laufzeiten

Für viele Menschen scheinen Festgeldanlagen mit einer langen Laufzeit besonders attraktiv zu sein. Die Verzinsung ist höher, als bei anderen Produkten mit vergleichbarer Sicherheit. Die Kunden schätzen das hohe Maß an Planbarkeit der Anlage. Das überzeugendste Argument für Festgeldanlagen ist, dass – im Gegensatz zu Anleihen – kein Kurs- oder Emittentenrisiko besteht.

Da die Verzinsung von Festgeldern in der Regel analog der Laufzeit höher ausfällt, schließen Kunden oft Festgelder über Laufzeiten von über 5 Jahren ab. Nicht selten laufen Festgelder über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren. Eine solch lange Laufzeit ist aber in den wenigsten Fällen empfehlenswert. Sollte es beispielsweise während der Laufzeit zu einer sehr starken Inflation kommen, kann die Verzinsung der Anlage unter der Inflationsrate liegen. Effektiv führt eine Festgeldanlage dann sogar zu (relativen) Verlusten.

Festgelder sollten daher nur über Zeiträume abgeschlossen werden, die sich nicht einem Minimum an Planbarkeit entziehen. In diesem Zusammenhang erscheint eine Laufzeit von etwa 1 bis 4 Jahren als vernünftig. Tendenziell sollte eine langfristige Festgeldanlage nur dann getätigt werden, wenn über die Laufzeit fallende Zinsen erwartet werden, sodass die Rendite des Festgeldes im Durchschnitt mindestens ein Prozent über der Rendite für Tagesgelder liegt.

Für die Sicherheit der Einlage sollte beachtet werden, ob die Bank Mitglied im Einlagensicherungsfonds ist. Nur so ist sichergestellt, dass das Vermögen im Insolvenzfall der Bank nicht verloren geht.

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