Den richtigen Anlagezeitraum wählen

Bei einer geplanten Festgeld-Anlage entscheidet sich der Sparer nicht nur für eine Bank, sondern auch für eine Anlagedauer. Wenn das Geld zu einem bestimmten Termin zur Verfügung stehen muss, lässt sich die Frage nach der idealen Anlagedauer recht einfach beantworten: Die Anlage endet mit dem Datum, zu dem das Geld benötigt wird. Eine solche Situation ist nicht selten, sie entsteht immer dann, wenn geplante Anschaffungen bereits terminiert sind.

Wer aber Geld anlegen möchte, welches für einen noch nicht bekannten Zeitraum nicht benötigt wird, achtet in erster Linie auf den Zinssatz. Dieser folgt nicht zwingend dem Grundsatz, dass für eine längere Anlage ein entsprechend höherer Wert gewährt wird, sondern beträgt bei vielen Anbietern für überschaubare Zeiträume mehr, als bei sehr langfristigen Anlagen.

Ein wesentlicher Gesichtspunkt für die Dauer der Anlage ist die zukünftige Entwicklung des allgemeinen Marktzinsniveaus. Kunden, die damit rechnen, dass die Zinsen in absehbarer Zeit spürbar steigen, wählen jetzt einen kurzen Anlagezeitraum, um später von den höheren Zinsen profitieren zu können. Wer hingegen mit sinkenden Zinsen rechnet, sichert sich durch eine langfristige Anlage den aktuell günstigen Zinssatz.

Leider sind sich Finanzexperten nicht über die zukünftige Zinsentwicklung einig, sodass der Anleger seine Marktentscheidung im Endeffekt selber treffen muss. Eine Möglichkeit ist daher die Feldgeldanlage in Teilbeträgen, um mit diesen verschiedene Zeiträume abzudecken. Auch das Vorhalten von Tagesgeld erscheint in diesem Zusammenhang eine sinnvolle Anlagestrategie.

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