Wüstenrot Festgeld
Der Name Wüstenrot ist den meisten Kunden aus dem Bereich des Bausparens ein Begriff. Aber auch dieses Unternehmen bietet durch seine Tochter Wüstenrotdirect die Möglichkeit einer Festgeldanlage an. Das Wüstenrot Festgeld wird allerdings als Termingeld bezeichnet und wartet im Vergleich zu anderen Anbietern momentan mit eher durchschnittlichen Renditen auf.
Der Anleger hat beim Wüstenrot Festgeld zur Zeit die Möglichkeit, eine maximale Rendite von 2,55 Prozent zu erzielen. Wenn man bedenkt, dass andere Banken einen Zinssatz über der Vier-Prozent-Marke anbieten, zählt diese Rendite sicherlich nicht zu den besten Zinssätzen, die mit einer Festgeldanlage zu erzielen sind. Zudem erhält der Kunde die Verzinsung von 2,55 Prozent erst ab einer Anlagesumme von 25.000 Euro und einer Laufzeit von 48 Monaten. Bei einem Anlagebetrag zwischen 5.000 und 24.999 Euro beträgt die maximale Verzinsung 2,33 Prozent pro Jahr (ebenfalls 48 Monate Laufzeit).
Grundsätzlich kann der Kunde im Rahmen des Termingeldes der Wüstenrotdirect eine Summe zwischen 5.000 und 500.000 Euro anlegen. Die angebotenen Laufzeiten sind mit 12, 24 und 48 Monaten allerdings recht unflexibel, da keine Möglichkeit besteht, dazwischen liegende Festlegungsfristen zu wählen. Zwar besteht während der Laufzeit die Alternative der Sonderverfügungen, diese werden allerdings mit einem sogenannten Rückfallzins belastet.
Insgesamt muss man leider sagen, dass das Wüstenrot Festgeld im Bereich der Termingeldanlage sowohl von der Rendite, als auch von der Flexibilität, im hinteren Bereich aller vergleichbaren Angebote liegt.
Portrait Wüstenrot Bank
Die Gründung der in Ludwigsburg ansässigen Wüstenrot Bank geht auf das Jahr 1921 zurück. Sie wird damals als Spezialinstitut für Baufinanzierungen ins Leben gerufen - mit dem Ziel, die Baufinanzierung von Wüstenrot Kunden sicherzustellen.
Seit dem Eintrag in das örtliche Handelsregister am 9. August 1968 firmiert sie als Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank. Der Statschuss zum Aufbau von Bankfilialen fällt 1985. Bereits 1988 verfügt das Institut über ein Netz von 34 Filialen mit ca. 300 Beschäftigten. Das Angebotsspektrum erweitert sich stetig, von der Baufinanzierung über die Einrichtung von Girokonten bis hin zu Effektengeschäften. Damit einher geht eine Namenskürzung. Die Bank heißt fortan nur noch “Wüstenrot Bank AG” - der Zusatz Pfandbriefbank entfällt ersatzlos. Doch diese Bezeichnung sollte sich abermals ändern - im Jahre 2005 mit der Fusion von Wüstenrot Hypothekenbank AG und Wüstenrot Bank AG zur “Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank”. Davon abgesehen sind Wüstenrot und Württembergische bereits 1999 zusammengegangen - als Wüstenrot & Württembergische AG. Damit gehört die Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank zum Konzern W&W, wie er in seiner Kurzform heißt.
Mit den Wüstenrot Anlageprodukten ausgezeichnet sparen
Heute agiert die Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank ohne eigene Filialen als sogenannte Direktbank und Universalbank, wenngleich ihr Geschäfsschwerpunkt nach wie vor im Bereich der Baufinanzierung liegt. Besonders hervorgetreten ist das Institut mit einer Bilanzsumme von 13.289 Mio. € und 328 Beschäftigten (2008) in letzter Zeit durch seine attraktiven Anlageprodukte. Mit seinen günstigen Feldgeld- und Tagesgeldangeboten hat es sich gut, sogar sehr gut, am Markt positioniert. Die guten Konditionen werden auch immer wieder in Vergleichen beziehungsweise Tests bestätigt. So belegt das Wüstenrot Top-Giro einen hervorragenden zweiten Platz bei Börse Online (Ausgabe 12/2008). Auch die Stiftung Warentest bewertet in derselben Richtung. Demnach ist das kostenlose Wüstenrot Girokonto “Spitze” (Ausgabe 7/2009).